Interview

"Polizeiruf 110" Charly Hübner: Traurige Enthüllung

Im IN-Talk spricht der Schauspieler Andreas Guenther, 48, über seine zwei großen Rollen, das Serien-Aus von Charly Hübner, 49, und verrät, welche Figur er niemals spielen würde. 

  • Für viele "Polizeiruf 110"-Zuschauer war der Serien-Aus von Alexander Bukow (Charly Hübner) ein regelrechter Schock
  • Im exklusiven INterview verrät Pöschel-Darsteller Andreas Guenther, wie emotional er den Ausstieg seines Kollegen erlebte
  • Er verrät zudem, wie es für Pöschel und sein Team nun weitergeht

Andreas Guenter: Seit 12 Jahren ist er Anton Pöschel im Rostocker "Polizeiruf 110" 

Seit zwölf Jahren spielt Andreas Guenther im "Polizeiruf 110" den grummeligen Anton Pöschel. Wie seine Rolle mit Veränderungen umgeht und wie er selbst den Weggang von Kollege Charly Hübner erlebt hat, verrät er im INterview. 


IN Wie wirkt sich der Ausstieg von Charly Hübner auf den "Polizeiruf 110" aus?


Es wird in den nächsten Folgen spannend zu sehen, wie sich die Charaktere plötzlich verändern. Es werden sich überraschende Wendungen auftun, und eine neue Kollegin kommt in die "Rostock-Gang". 

Serien-Aus von Charly Hübner: "Ich musste erst mal nur weinen"

IN Wie haben Sie persönlich den Weggang von Charly Hübner empfunden?


Als er es mir erzählt hat, kamen mir die Tränen – ich musste erst mal nur weinen. Wir haben in zwölf Jahren
 24 Filme zusammen gedreht. Char
ly ist einfach ein verdammt guter Kerl und ein grandioser Schauspieler.


IN Welche Veränderungen kommen auf Ihre Rolle Anton Pöschel zu?


Zu viel darf ich nicht verraten. Aber Pöschel wird seine Anti-Haltung 
mehr und mehr ablegen und wird
 zu einem sensibleren Kerl. (lacht)

"Pöschel und ich schießen gern mal übers Ziel hinaus"


IN Inwieweit identifizieren Sie sich mit ihm?


Wir haben einiges gemeinsam: einen starken Gerechtigkeitssinn und wir schießen beide ab und an gerne mal übers Ziel hinaus. (lacht)


IN Gibt es etwas, das Sie an ihm nicht mögen?


Nein. Um eine Rolle zu spielen, muss ich sie voll und ganz lieben. Ich habe mal ein Angebot abgelehnt: Ich sollte einen Charakter spielen, der ein Kind missbraucht. Ich konnte nichts an der Figur finden, das ich hätte umarmen, geschweige denn, lieben können.

"Ich möchte, dass Pöschel sich richtig verliebt"


IN Was würden Sie sich für An
ton Pöschel wünschen? 

Dass er sich richtig verliebt und
 wieder geliebt wird! Das wür
de ihm guttun und sicher spannend 
für seine Entwicklung werden.


IN Im "Der Wien-Krimi: Blind ermittelt" spielen Sie eine der
 beiden Hauptrollen ...


Ja, Niko Falk. Das ist auch ein wilder Hund. (lacht) Es ist spannend,
wie er jetzt nicht mehr nur das Auge für Haller ist, sondern selbst ermittelt. Ich denke aber, dass ihn seine Vergangenheit einholen wird.


IN Jetzt wird Teil 6 und 7 ausgestrahlt – folgen noch mehr?


Ich freue mich riesig, dass das Publikum die beiden Filme jetzt sehen kann. Ich finde, uns sind zwei spannende, unterhaltsame und sehr besondere Filme gelungen. Geplant
 sind Dreharbeiten Ende des Jahres in Wien für zwei weitere Filme.


IN Und was haben Sie noch geplant in diesem Jahr?


Im Mai ist Drehstart für zwei neue „Polizeiruf 110“-Filme, und mit den beiden Wien-Krimis ist mein Terminkalender für dieses Jahr ziemlich dicht.

Interview aus der aktuellen IN-Printausgabe von: Julia Liebig

Am 24. April lief "Polizeiruf 110: Seine Familie kann man sich nicht aussuchen" um 20.15 Uhr in der ARD und ist jederzeit in der ARD Mediathek abrufbar

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